Holz ölen

 

Was da in Möbelläden und Baumärkten als "geöltes Holz" verkauft wird, ist zu 99% nur einmal eingeölt und nie zwischengeschliffen worden: also nur grundiert. Kein Mensch würde sich trauen, eine nur grundierte Lackfläche zu verkaufen. Aber bei "geölter Fläche" scheint die Kundschaft alles abzunehmen, ist ja öko. Das hat dann aber zur Folge, dass mit "geöltem Holz" Flächen rau wie Sandpapier ohne jede Wasserbeständigkeit assoziiert werden.

 

Das dreifache Ölen führt zu strapazierfähigen Flächen für den Innenbereich, glatt wie ein Handschmeichler. Einmal ölen und dann ein- oder zweimal wachsen geht meist schneller, die Flächen sind aber nicht so abrieb- und wasserfest. Besonders dann nicht, wenn das Wachs lediglich Lösemittel, aber keine Ölanteile enthält. Die beliebten „grauen Ringe“ unter nassen Trinkgläsern können bei gewachsten Flächen nicht vermieden werden, wohl aber (bei entsprechender Ausführung) bei geölten Flächen. Daher wird das Wachsen hier nur eher nebenbei besprochen.

 

Holz ölen (und wachsen) wird bei uns seit 30 Jahren fast ausschließlich als Oberflächenbehandlung durchgeführt. Wie es geht, wissen mittlerweile zumindest viele Tischler. Hier wird darüber hinaus beschrieben, wie es nicht geht, also Fehlervermeidung, und Perfektionierung.
 

Bevorzugtes Öl in unserer Werkstatt: "Faxe Prestige Öl" natur. Aber auch viele andere Öle anderer Hersteller (Hartöle, Arbeitsplattenöle) können so angewendet werden, häufig ist für die letzte Ölung dann aber manchmal ein modifiziertes Produkt ("Hartöl spezial") mit höherem Festkörperanteil nötig.
Die Arbeitsgänge lassen sich in folgende Schritte unterteilen:

 

Die beschriebenen Methoden funktionieren in unserer Werkstatt, das Wissen wurde nach bestem Vermögen zusammengetragen und überprüft. Dennoch kann keine Gewähr für Vollständigkeit und Fehlerfreiheit übernommen werden: Ein(e) jede(r) möge eigene Versuche anstellen, bevor er/sie damit auf einen Auftrag oder gar ein Meisterstück oder Gesellenstück losgeht!

 

 

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© Stefan Hampel

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